Vertreterversammlung

Aufsichtsratsneuwahl und Ehrungen

Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg eG

Sulzbach-Rosenberg, 22.10.2020 – BERICHT der Sulzbach-Rosenberger Zeitung vom 22.10.2020:
"Die Menschen der Region sehnen sich nach Verlässlichkeit und Beständigkeit, wünschen sich Ruhe und klare Zukunftsaussichten": Das alles könne die Genossenschaftsbank bieten, hieß es immer wieder bei der Raiffeisen-Vertreterversammlung. In der Tat, die Krise hat die Raiffeisenbank wohl sogar stärker gemacht.

Am Anfang stand der Dank: Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Heldrich eröffnete die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg im Gasthaus Wagner in Großenfalz mit einer Würdigung der Mitarbeiter: "Sie machen die Raiffeisenbank erst zu dem, was sie ist und gestalten auch das Leben in unserer Region aktiv mit!" Dank galt ebenso dem Vorstand für seinen Einsatz und die Bereitschaft, all die Herausforderungen anzunehmen.

Vorstandsmitglied Erich Übler zeigte einen kurzen Ausblick auf das Jahr 2020 und die genossenschaftliche Finanzgruppe sowie die Entwicklung der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg 2019. "Auch im vergangenen Jahr lagen wir weiter auf Wachstumskurs und konnten Marktanteile hinzugewinnen - die Bilanzzahlen verdeutlichen dies."

Die Raiffeisenbank habe sich erneut als verlässlicher Partner präsentiert und nahezu alle geplanten Ziele übertroffen. Das Kunden-Gesamtvolumen wuchs um 7,6 Prozent auf 850 Millionen Euro. 4,8 Prozent plus gab es bei den Krediten (jetzt 205 Millionen), 46,5 Millionen Euro wurden neu bewilligt - "also keine Spur von einer Kreditklemme!" Dies gelte auch für das Segment Förderkredite.

Fast 9500 Mitglieder

Das bilanzielle Eigenkapital wuchs um 5 Prozent auf 23,2 Millionen und mache damit 5,2 Prozent der Bilanzsumme aus. Die Zinserträge reduzierten sich allerdings um 111 000 Euro. Die 9488 Mitglieder hätten ein zufriedenstellendes Jahr 2019 erlebt. "Die Idee der Genossenschaft, die Werte der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg sind nach wie vor hochattraktiv", so Übler.

Die Investitionen seien mit der Erneuerung der Getreideannahme im Lagerhaus Edelsfeld und der Weiterentwicklung des Warengeschäftes weiter vorangetrieben worden. Heimische Vereine und Institutionen wurden mit knapp 61 000 Euro unterstützt. Die Corona-Pandemie habe sich im veränderten Kundenverhalten hin zu mehr digitalen Angeboten niedergeschlagen.

Nach dem Bericht des Aufsichtsrates durch Vorsitzenden Dieter Heldrich erläuterte der Geschäftsführer der Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Hans-Jürgen Maul, das Wirtschaftsjahr, das gezeichnet war von weiterer Verschlechterung der Wirtschaftssituation bei deutschen Landwirten. Die Warengeschäftsstellen allerdings steigerten ihren Umsatz um 2,4 Millionen Euro.

Vorstandsmitglied Alexander Büchel vom Genossenschaftsverband stellte fest, dass sich die genossenschaftlichen Kerntugenden erneut in Krisenzeiten bewährt hätten und die Kreditgenossenschaften als starke Hausbank zu ihren Kunden und Mitgliedern stünden.

Er zeichnete zwei verdiente Genossenschaftler aus: Günter Pilhofer war 21 Jahre im Aufsichtsrat tätig und schied nun aus Altersgründen aus, Erich Übler ist seit 40 Jahren dabei und seit 2016 im Vorstand. Er habe die Zeichen der Zeit stets erkannt und schon früh auf das Internet gesetzt, Netzwerkstrukturen geschaffen und Homebanking-Anwendungen eingebunden. Beide erhielten die silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes Bayern.

Satzung geändert

Es folgten die einstimmige Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates. Aus letzterem sind Günter Pilhofer und Jürgen Bodendörfer ausgeschieden. Bei der Wahl unter Leitung von Vorstandsmitglied Martin Sachsenhauser wurde Bodendörfer erneut bestätigt, Gisela Schneider neu ins Gremium gewählt. Mit der erforderlichen Mehrheit wurden zum Ende noch die Änderungen der Satzung und der Wahlordnung auf Grundlage der Mustersatzung verabschiedet.