Vertreterversammlung

Große Spendenübergabe und Rückblick auf 125 Jahre Raiffeisen-Geschichte

Raiffeisen-Vorstandsmitglied Erich Übler, Pfarrer Dr. Roland Kurz, Heimleiter Stefan Reither, Franz Penker vom Genossenschaftsverband Niederbayern/Oberpfalz, Geschäftsführerin Regina Wenninger von der Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Stiftung und Raiffeisen-Vorstandsmitglied Martin Sachsenhauser

Sulzbach-Rosenberg, 07.06.2019. Von einem zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2018 berichtete Dieter Heldrich, der Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und der "zunehmend bürokratischen Bankenregulierung" sei ein solides Geschäftsergebnis erwirtschaftet worden.

Kundeneinlagen sind gestiegen
Vorstandsmitglied Erich Übler erläuterte das Ergebnis anhand von Zahlen. So sei die Bilanzsumme um 5,8 Prozent auf 412 Millionen Euro gestiegen und habe das im Vorjahr prognostizierte Wachstum übertroffen. Auch in den Kundeneinlagen habe die Raiffeisenbank mit einem Plus von 6,3 Prozent bei 328 Millionen Euro abgeschlossen. Aus dem Bilanzgewinn von 518 203,03 Euro werde nach dem Beschluss der Vertreterversammlung eine Dividende von drei Prozent an die Mitglieder ausgezahlt. Der Rest fließe in gesetzliche und Ergebnisrücklagen.

Vorstandsmitglied Martin Sachsenhauser führte das positive Ergebnis auch auf die Regionalkompetenz der Bank zurück. Mit den Geldern werde gewirtschaftet und nicht gezockt. Außerdem würden trotz fortschreitender Digitalisierung die Filialen und Berater auch in Zukunft elementar wichtig sein.

77.135 Euro Spenden vergeben
Im Geschäftsjahr 2018 habe die Raiffeisenbank insgesamt Spenden von 77 135 Euro an Empfänger in der Region vergeben. Ein Leuchtturm-Projekt sei die Übergabe von vier VR-Mobil-Kinderbussen an Kindertagesstätten. Diese Fahrzeuge besitzen einen Elektroantrieb und können bis zu sechs Kleinkinder transportieren. Das erweitere die Möglichkeiten der Kitas, auch mit ihren Kleinsten nach draußen zu gehen.

Sachsenhauser sprach auch auf den Erfolg des Förderpreises an, mit dem in der Voting-Phase noch Spenden aus der Bevölkerung von insgesamt 15 500 Euro generiert worden seien. Für 2019 waren 54 Maßnahmen angemeldet, fast doppelt so viele wie vergangenes Jahr.

Raiffeisen-Lagerhaus Amberg-Sulzbach GmbH rentabel
Auch Geschäftsführer Hans-Jürgen Maul von der Raiffeisen-Lagerhaus Amberg-Sulzbach GmbH berichtete über ein positives Geschäftsergebnis. Er bezeichnete die Rentabilität der sechs Geschäftsstellen als zufriedenstellend. Dr. Alexander Büchel, Vorstandsmitglied vom Genossenschaftsverband Bayern, erklärte, dass die Volks- und Raiffeisenbanken die einzige Bankgruppe in Deutschland mit einem AA-minus-Rating seien. Nachdrücklich wandte er sich gegen eine zentrale europäische Einlagensicherung. Sparer in Ländern mit gesunden Bankensystemen müssten dann für die Risiken in anderen Ländern haften.

Investieren in Kinderlachen mit Spielplatz
Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg wollten die Vorstandsmitglieder Erich Übler und Martin Sachsenhauser "etwas Dauerhaftes und Nachhaltiges schaffen und Geld in Kinderlachen, in Zukunft und in Perspektiven investieren". Die Spende der eigenen Raiffeisenbank von 2500 Euro wurde aufgestockt um 2500 Euro von der Raiffeisenbank-Schulze-Delisch-Stiftung und weitere 2000 Euro vom Genossenschaftsverband Niederbayern/Oberpfalz. Mit einer Spende von insgesamt 7000 Euro soll der Grundstein für den Neubau des Spielplatzes des Ernst-Naegelsbach-Hauses gelegt werden.

Die Schlussworte sprachen Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Michael Göth. Während Reisinger augenzwinkernd erklärte, dass man jetzt zu fortgeschrittener Stunde bereits an das 150-jährige Jubiläum denken könne, beließ es Göth bei einem Dank an alle, die in den 125 Jahren für die Raiffeisenbank und das Gemeinwohl gewirkt haben.