Typisierungsaktion

Artikel der Sulzbach-Rosenberger Zeitung vom 03. August 2016

Für die Königsteiner Typisierungsaktion werben (von links) Alois Platzer (Feuerwehr), Markus Kellner (First Responder), Bürgermeister Hans Koch, Katja Fruth und Julia Krause (beide Raiffeisenbank), Andreas Brunner (Arbeiter- Samariterbund), Hans-Martin Grötsch (Marktrat und FCN-Fanclub), sowie Michael Sporrer (Verein Hilfe für Anja).

Wattestäbchen ersetzt Nadel

"Dein Typ ist gefragt": Wer das beim Königsteiner Marktfest hört, der sollte nicht lange überlegen. So eine Chance kommt nicht alle Tage.

Königstein. (gru) Die Idee kursierte schon eine Weile. Jetzt wird sie Wirklichkeit: Zum Marktfest läuft am kommenden Sonntag, 7. August, in Königstein eine Typisierungsaktion für leukämiekranke Mitmenschen, die auf einen Knochenmarkspender warten. Einzelheiten erläuterten die Verantwortlichen am Montag in einem Pressegespräch.

Treffpunkt Raiffeisenbank
„Dein Typ ist gefragt: Gemeinsam gegen Leukämie“ heißt das Motto. Für diesen guten Zweck öffnet die Raiffeisenbank ihre Räume am Marktplatz. Die Schirmherrschaft übernehmen Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Hans Koch. Organisiert und unterstützt wird die Aktion von Hans-Martin Grötsch (1. FCN-Fanclub Die Besessenen), Michael Sporrer (Verein Hilfe für Anja), Markus Kellner (First Responder), Andreas Brunner (Arbeiter-Samariterbund Jura), Alois Platzer (Freiwillige Feuerwehr Königstein) und Michael Zahn (Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg). Diese Vereine und Organisationen haben zugesagt, weitere Helfer zu stellen. Der Verein Hilfe für Anja bringt jede Menge Erfahrung mit. Am Sonntag ist er zum 100. Mal an einer Typisierungsaktion beteiligt. Wenn es gut läuft, könnte in Königstein der oder die 45 000. Spender/in dabei sein. Angst vor der Nadel braucht übrigens niemand mehr zu haben: Der Blutstropfen hat ausgedient. Für die Typisierung reicht eine Speichelprobe aus dem Rachenraum, die mit einem Wattestäbchen entnommen wird.

Geldspenden willkommen
In Frage kommen Menschen vom 17. bis zum 55. Lebensjahr. Für die Arbeiten im Labor fallen pro Probe Kosten von etwa 50 Euro an. Sie müssen durch Spenden aufgefangen werden. Eine Datenbank macht es möglich, einen Leukämiekranken und seinen potenziellen Knochenmarkspender zusammenzubringen. „Es ist uns klar geworden, wie wichtig eine solche Aktion ist“, sagt Bürgermeister Koch. Die gemeinsame Durchführung sei allen Beteiligten eine Herzensangelegenheit, die bereits im Vorfeld eine positive Resonanz erzeugt habe.