Vorreiter für Spezial-Operationen

Krankenhaus-Förderverein überreicht „Operationsbesteck Fuß-Probleme“ für 10 000 Euro

Sulzbach-Rosenberg. (wau) Positive Bilanz seiner Wirkens zog der St.-Anna-Förderverein zu seinem 15-jährigen Bestehen (wir berichteten). Groß gefeiert wurde aber  nicht, den Verantwortlichen ist es wichtiger, das Krankenhaus gezielt mit Zuwendungen zu unterstützen. Und das bewiesen sie auch gleich.

Zum 15-jährigen Bestehen des Fördervereins freuten sich Vorstand und Gäste über das gelungene Engagement und die nun verwirklichte Spende an das St.-Anna-Krankenhaus.

Schon zum Zehnjährigen übergab der Förderverein an das Krankenhaus ein Dialysegerät für die Intensivstation. Zum diesjährigen Geburtstag hatte die Vorstandschaft wieder eine riesige Überraschung parat: Sie spendete, natürlich in Absprache mit den Fachoperateuren, ein chirurgisch-orthopädisches Instrumentarium zur Behandlung von Fuß-, Vorfuß- und Hallux-valgus-Erkrankungen im Wert von über 10 000 Euro. Die Fußchirurgie hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Durch neue Kenntnisse der Pathobiomechanik werden heute die Fehlstellungen gleich durch Korrektur der Ursache angegangen. Diese Operationsverfahren werden  durch moderne Implantate (winkelstabile Platten) erst möglich und führen zu einer deutlich kürzeren Nachbehandlungszeit mit gleichzeitiger Risikoreduktion. So können Fehlstellungen im Vorfußbereich optimal behandelt werden.


Zur Übergabe dieser neuartigen Operationsgerätschaften trafen sich neben Landrat Richard Reisinger und Krankenhaus-Vorstand Klaus Emmerich auch die  Fördervereinsvorstandsmitglieder, Verwaltungsratsmitglieder, der Ärztliche Direktor Dr. Klaus Nester, Pflegedienstleitung Oberschwester Inge Nösner, Bürgermeister Michael Göth und viele weitere „Fachleute“, die mit dem St.-Anna-Krankenhaus zu tun haben.


Auch „Externe“ freuen sich


Die externen Fachoperateure Dr. Klaus-Peter Kohl (Orthopädengemeinschaft Amberg), Dr. Michael Scherer (Praxisklinik für Chirurgie Sulzbach-Rosenberg) und vom  Krankenhaus der Leitende Oberarzt der chirurgischen zentralen Patientenaufnahme, Dr. Lothar Haidn, nahmen von den Fördervereins-Vorsitzenden Klaus Wagner und  Aurelia Wiesnet das Instrumentarium erfreut entgegen.


Modernste Technik


Nach Aussage der Fachoperateure stellt diese Anschaffung, die nicht im Normaletat des Krankenhauses enthalten ist, etwas ganz Besonderes dar: Das St.-Anna-Krankenhaus dürfte mit diesem neuartigen Operationsinstrumentarium einer der Vorreiter für moderne Operationstechniken im Fuß- und Vorfußbereich sein. Die  Fachärzte hatten die vom Förderverein gesponserten Gerätschaften bereits mehrfach „in Arbeit“ und sind vom Erfolg der Operationsergebnisse begeistert.


Risiko-Absenkung und erheblich kürzerer Genesungszeitraum freut die operativ versorgten Patienten, die sich das im Vorfeld so positiv nicht vorstellen konnten.

Der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank, Hans Renner, gab einen Zuschuss von 500 Euro als  Ergänzung hinzu.

Speziell für komplizierte Fuß-Operationen dient das wertvolle Besteck.

Quelle: Sulzbach-Rosenberger Zeitung