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Die E-Bilanz kommt – Worauf Unternehmen sich einstellen müssen

Noch können Unternehmen selbst entscheiden, in welcher Form sie ihre Bilanz an das Finanzamt übermitteln: auf Papier oder elektronisch. Ab dem Wirtschaftsjahr 2013 ist die E-Bilanz für alle verpflichtend. Was auf Mittelständler zukommt und wie sie sich vorbereiten können.

Laut der Politik soll mit der E-Bilanz alles besser werden. Es werde weniger Bürokratie geben, die Bilanzen sollen leichter lesbar sein, pünktlicher bei den Ämtern eingehen und schneller bearbeitet werden. Und, freilich: Die Änderung soll Kosten sparen.

Ebenso vieltönig ist die Kritik an der E-Bilanz. Die Pflicht zur elektronischen Bilanzierung gilt für jedes Unternehmen. Egal, welcher Rechtsform. Egal, welcher Größe. Egal, wie viele Mitarbeiter beschäftigt werden. Statt bisher 80, klagen die Kritiker, hätten Unternehmen künftig bis zu 900 Kennzahlen anzugeben.


Umstellungskosten in Milliardenhöhe?
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) befürchtet Umstellungskosten und administrative Belastung für die Unternehmen in Milliardenhöhe. Und auch Sicherheitsbedenken wurden gegen das Projekt laut: Durch die elektronische Übermittlung der laufenden Einnahmen und Ausgaben müssten Unternehmen ihre IT-Strukturen öffnen und würden anfälliger für Hacker.

Die Diskussionen veranlassten das Bundeswirtschaftsministerium im Mai zu der Feststellung: Die E-Bilanz wird wie geplant kommen. Und, so fügte Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär beim Wirtschaftsminister hinzu, sie werde mittelstandsfreundlich umgesetzt. "Auch auf kleine und mittlere Unternehmen wird Rücksicht genommen. Sie müssen nur die im Hauptbuch enthaltenen Bilanzposten elektronisch übermitteln", sagte Koschyk.

Das heißt: Jedes Unternehmen soll in den elektronischen Formularen nur das ausfüllen müssen, was es betrifft. Für kleine und mittlere Unternehmen will die Steuerverwaltung künftig spezielle Informationen auf den Elster-Seiten zur Verfügung stellen. Die sollen den Einstieg in die E-Bilanz erleichtern.

Fest steht: Die E-Bilanz kommt. Und Unternehmen müssen mit der Herausforderung umgehen.

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- Das sind die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen
- Was Sie an das Finanzamt übermitteln müssen

 

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